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Freitag, 10. Februar 2012

Pressekonferenz im Pannonia Tower Hotel!

k.A.

Heute um 11:00 fanden sich Peter Schöttel und Peter Stöger zur gemeinsamen Pressekonferenz in der Tower Lounge im Pannonia Tower Hotel in Parndorf ein. Die beiden Cheftrainer standen den anwesenden Journalisten zum bevorstehenden ORF Live Spiel am kommenden Sonntag um 16:00 Uhr im Stadion Wr. Neustadt Rede und Antwort.

Der SK Rapid Wien ist am Mittwochnachmittag vom Trainingslager in Portugal nach Österreich zurück gekehrt. Wie bist du mit der Wintervorbereitung deiner Mannschaft zufrieden?

Peter Schöttel: Wir sind Mittwoch in der Nacht aus Portugal retour gekommen. An und für sich bin ich mit dem Verlauf der Vorbereitung sehr zufrieden. Wir hatten in den vergangenen Wochen kaum Verletzte und konnten unser geplantes Programm soweit absolvieren. Zum Meisterschaftsstart muss ich zwar noch auf Rene Gartler (Trainingsrückstand) und Thomas Prager (Weisheitszahn OP) verzichten, aber der Rest des Kaders steht mir am Sonntag zur Verfügung.

Der SC Wr. Neustadt war als einziger Bundesligist nicht im Ausland unterwegs, sondern hat sich entschieden, seine Vorbereitung in Österreich zu absolvieren. War diese Entscheidung im Nachhinein richtig?

Peter Stöger: Wir sind mit dieser Entscheidung absolut zufrieden. Vor allem muss man sagen, dass wir in den ersten beiden Trainingswochen perfekte Bedingungen in Österreich vorgefunden haben. Das war aber auch genau jene Zeit, in der die meisten Mannschaften in die Türkei geflogen sind und die Witterungsverhältnisse dort nicht besser gewesen sind als bei uns. Unser Kurztrainingslager im Thermenhotel Stoiser (Loipersdorf) hat bei der Mannschaft für eine tolle Abwechslung gesorgt. Verletzungsbedingt hatten wir leider immer wieder Ausfälle zu beklagen, aber jene Spieler, die fit waren, haben sich gut auf das Frühjahr vorbereitet.

In der Wintertransferzeit blieben beim Rekordmeister Neuverpflichtungen aus. Zwei Spieler wurden abgegeben. Warum diese Passivität?

Peter Schöttel: Ich habe ja schon während der Herbstmeisterschaft betont, dass wir im Offensivbereich fast zu viele Spieler haben. Wir haben ja im Sommer einiges am Kader verändert, somit bestand jetzt im Winter auch nicht die Notwendigkeit gravierende Änderungen vorzunehmen. Wir haben mit Christoph Saurer und Hamdi Salihi zwei Spieler abgegeben, die im Herbst nicht zur Stammformation gehört haben und haben deshalb zwei Spieler von der Amateurmannschaft zum Profikader hochgezogen. Die beiden Jungs haben sich in den letzten Wochen sehr gut eingelebt und haben auch bewiesen, dass ich sie jederzeit in der Bundesliga einsetzen kann.

Auch bei den Blau-Weissen gab es im Kader keine großen Veränderungen, aber mit Tomas Simkovic verließ der Kapitän den SC in Richtung Austria. Kann die Leihgabe vom Rekordmeister, Christoph Saurer, diese Lücke schließen?

Peter Stöger: Vorweg möchte ich sagen, dass aus meiner Sicht Christoph Saurer nicht der Ersatz für Tomas Simkovic und auch Tomas Simkovic nicht der Ersatz für Zlatko Junuzovic sein kann. Jeder Spieler besitzt seine Qualitäten und kann der jeweiligen Mannschaft helfen. Klar haben wir mit Tomas Simkovic einen wertvollen Spieler unserer Mannschaft verloren, aber es ist unser Weg, junge, wertvolle Spieler weiterzuentwickeln, um sie für große Vereine interessant zu machen. Es ist für uns eine Ehre, wenn Spieler wie Tomas Simkovic von Wr. Neustadt zur Wiener Austria geholt werden. Mit Christoph Saurer haben wir einen sehr talentierten Spieler dazu bekommen, der uns in unserer Spielweise mit seinen technischen Qualitäten auf jeden Fall weiterhelfen kann. Ich hoffe, dass er bei uns die Chance nutzt, sich in der Bundesliga zu zeigen und uns beim Erreichen unserer Ziele hilft.

In den ersten beiden Spielen dieser Saison konnte deine Mannschaft in Wr. Neustadt einen Lastminute-Sieg einfahren, zu Hause in Hütteldorf reichte es nur für ein 1:1. Was erwartest du vom Spiel am Sonntag?

Peter Schöttel: Die beiden Spiele haben gezeigt, dass Wr. Neustadt in der Lage ist, uns das Leben schwer zu machen. Wir müssen mit 100%iger Konzentration in diese Partie gehen, um in Wr. Neustadt drei Punkte zu holen. Für uns ist dieses Spiel natürlich sehr wichtig, weil ein guter Start in das Frühjahr immer hilfreich ist. Vor allem aber auch im Hinblick auf das bevorstehende Derby kommende Woche wäre es sehr gut, mit einem Sieg in Wr. Neustadt zu starten. Wir werden sicherlich nicht den Fehler machen, Wr. Neustadt zu unterschätzen, da die Blau-Weissen im Herbst gezeigt haben, dass sie auf jeden Fall Potential haben.

Wie schon angesprochen, hat sich der SC Wr. Neustadt in den beiden Begegnungen gegen den aktuellen Tabellenführer sehr teuer verkauft und Rapid es sehr schwer gemacht. Ist deine Mannschaft in der Lage auch diesmal zu überraschen?

Peter Stöger: Naja, das werden wir sehen! Es ist sicherlich so, dass wir im Herbst sehr viel erreicht haben, was uns nur sehr Wenige zu Beginn der Meisterschaft zugetraut haben. Wir haben gegen alle Teams der Liga gepunktet und sind dadurch weiter vom Tabellenende weg als viele erwartet haben. Darauf können die Spieler stolz sein, aber es ist auch ganz klar, dass wenn wir nicht ständig daran arbeiten und alles daran setzen, die gezeigten Leistungen zu wiederholen, wir auch sehr schnell wieder in den Abstiegskampf rutschen können. Es ist immer schwierig, gezeigte Leistungen zu bestätigen. Daran arbeiten wir aber im Frühjahr und hoffen, dass wir ähnlich viele Punkte erreichen können wie im Herbst. Dass die angepeilten 40 Punkte nicht einfach zu erreichen sein werden, dessen sind wir uns alle bewusst, jedoch sind sie absolut realistisch. Ob wir gegen den aktuellen Tabellenführer am Sonntag überraschen können, werden wir sehen.

In den letzten Tagen gab es immer wieder Diskussionen über die Bespielbarkeit des Platzes in Wr. Neustadt. Du hast gestern Nachmittag mit deiner Mannschaft darauf eine Trainingseinheit absolviert. Wie ist der Zustand des Rasens?

Peter Stöger: Wie gesagt habe ich gestern mit meiner Mannschaft im Stadion trainiert und werde das auch heute Nachmittag noch einmal tun. Aus meiner Sicht ist der Platz für die vorherrschenden Witterungsverhältnisse in einem perfekten Zustand. Ich würde sicherlich nicht mit meinen Spielern darauf trainieren, wenn das Training mit einem gesundheitlichen Risiko verbunden wäre. Man muss hier vor allem auch dem Headgreenkeeper Nazif Ahmeti danken, der auch gestern wieder bis 4 Uhr in der Früh auf seinem Traktor gesessen ist und den Platz vom Schnee befreit hat. Das Spielfeld ist sein Baby und so behandelt er es auch. Wir im Verein setzen alles daran, das Spiel am Sonntag über die Bühne zu bringen und wir sind guter Dinge, dass - sofern des Wetter bis Sonntag stabil bleibt - wir dieses Ziel auch erreichen können. In diesem Zusammenhang möchte ich mich aber noch einmal bei Nazif, den Nachwuchs- und Amateurspielern, sowie auch bei einigen fleißigen Fans, recht herzlich für die Unterstützung bedanken.

Auch von deiner Seite gab es aufgrund der niedrigen Temperaturen Skepsis über faire Bedingungen für das Spiel am Sonntag. Gestern gab es bei der Vorkommissionierung absolut positive Rückmeldungen von Fritz Stuchlik. Wie schätzt du die Situation zwei Tage vor dem Spiel ein?

Peter Schöttel: Ich wurde immer wieder im Trainingslager in Portugal auf die Platzverhältnisse in Wr. Neustadt angesprochen. Nachdem ich ja nur die Wetterberichte aus Österreich gelesen habe und nicht vor Ort gewesen bin, habe ich nur gesagt, dass ich es mir bei -15 Grad nicht vorstellen kann, dass der Platz in einem spielfähigen Zustand ist. Durch meine Zeit beim SC Wr. Neustadt kenne ich natürlich auch die Qualitäten von Nazif und seinen unerbittlichen Einsatz, Spiele nicht absagen lassen zu müssen. Wir werden am Sonntag nach Wr. Neustadt reisen, den Rasen begutachten, uns dann auf die Verhältnisse einstellen und versuchen mit drei Punkten die Heimreise anzutreten.