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Freitag, 23. Dezember 2011

Im Talk mit Peter Stöger!

k.A.

Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen zieht Sportchef Peter Stöger Bilanz über die vergangenen sechs Monate beim SC Wr. Neustadt.

Peter, es sind 19 Runden der Tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile 2011/12 gespielt. Bist du mit den erreichten 22 Punkten deiner Mannschaft zufrieden?

Peter Stöger: Ja ich bin sehr zufrieden! Wir hätten zwar sicherlich die Möglichkeit gehabt, den einen oder anderen Punkt mehr zu machen, aber wir können sehr zufrieden mit den erreichten Punkten in die Winterpause gehen. Die Mannschaft hat in den letzten Monaten sehr viel gelernt und auch umgesetzt. Vor allem haben sie sich aber als Einheit präsentiert. Wir haben daran natürlich intensiv gearbeitet, aber es war von Beginn weg nicht klar ob alles so funktioniert wie wir uns das vorstellen. Auch viele Experten haben uns so eine Leistung nicht zugetraut, gerade auch deshalb sind wir sehr zufrieden.

Wesentlich für Blau-Weissen sind ja nicht nur die erreichten Punkte, sondern auch die Entwicklung der Spieler. Haben die Jungs deine Erwartungen erfüllt?

Peter Stöger: Manche mehr, manche weniger, aber das ist bei einem Kader mit 26 Spielern auch normal. Durchschnittlich zeigt aber die Tendenz der Jungs eindeutig nach oben und das ist gut so. Der eine oder andere Spieler der im Sommer neu dazu gestoßen ist, hat sich als Fixposten herausgestellt. Andere die schon länger beim Verein sind, sind zu Führungsspielern gereift. Wesentlich ist aber auf jeden Fall, dass die Jungs konsequent an sich weiter arbeiten um sich stätig weiter zu entwickeln. Ich sehe da in Summe noch viel Potential in dieser Mannschaft.

Was darf sich aus deiner Sicht die Blau-Weisse Familie für das Frühjahr erwarten?

Peter Stöger: Wir werden natürlich versuchen an den gezeigten Leistungen anzuschließen. Dies wird jedoch nicht ganz so einfach werden. Unsere Konkurrenten werden uns im Frühjahr nicht mehr als Fixabsteiger sehen und deshalb werden wir noch mehr arbeiten müssen um unsere Leistungen zu bestätigen. Ich gehe aber davon aus, dass wir uns gut auf das Frühjahr vorbereiten werden um noch weitere positive Schritte setzten zu können.

In den letzten Monaten ist viel passiert, was war für dich persönlich einerseits das positivste, beziehungsweise auch das negativste Erlebnis?

Peter Stöger: Es sind in den letzten Monaten so viele positive Dinge passiert, dass es für mich nicht möglich ist, hier ein Ereignis heraus zu nehmen. Das negativste Ereignis ist mit der Verletzung von „Friese“ im letzten Spiel gegen Mattersburg passiert. Wir hatten zwar einige verletzte Spieler im Herbst, die wir aber immer ganz gut kompensieren konnten. Wenn dann aber zehn Sekunden vor dem Ende der Herbstmeisterschaft ein Spieler so schwer verletzt wird ist das natürlich sehr bitter. In Summe, bin ich aber mit dem Verlauf sehr zufrieden und kann auf sehr viele positive Erlebnisse zurück blicken.

Als Spieler aber auch als Trainer, warst du bei Vereinen tätig die Massen bewegen können. In Wr. Neustadt ist das Fanaufkommen gerade am wachsen. Wie siehst du diese Entwicklung?

Peter Stöger: Grundlegend muss man schon sagen, dass die Fans die ins Stadion kommen absolut hinter uns stehen. Auch wenn wir nicht immer in der Lage sind erfolgreiche Spiele zu absolvieren, versuchen die Jungs immer alles zu geben. Das sehen auch die Fans so, dass ist sehr positiv. Auch die Öffentlichkeit hat die positive Entwicklung beim SC Wr. Neustadt bemerkt, denn immer mehr Leute sprechen mich auf die positive Stimmung im Stadion an. Ich hoffe natürlich, dass im Frühjahr noch mehr Leute den Weg ins Stadion finden um uns zu unterstützen. Die Fans die bereits im Herbst uns angefeuert haben, sollen das auch weiter tun, denn die Art und Weise wie sie hinter uns stehen ist einzigartig.

Mit dem Sieg gegen Mattersburg konnten sich die Blau-Weissen von den Abstiegsplätzen wieder distanzieren. Ist aus deiner Sicht der Klassenerhalt für den SC schon geschafft?

Peter Stöger: Wir haben uns eine sehr gute Ausgangssituation für das Frühjahr geschaffen. Positiv ist auch, dass es uns gelungen ist gegen alle Teams der Liga zu punkten. Wenn wir so weiter arbeiten wie wir es im Herbst gemacht haben, dann wird es aus meiner Sicht sehr schwer für Mattersburg und Kapfenberg werden uns noch einmal ein zu holen. Wir dürfen uns aber keine Sekunde sicher fühlen, denn dann kann es schnell ein böses Erwachen geben. Ich gehe aber davon aus, dass die Mannschaft weiterhin intensiv daran arbeitet sich weiter zu bringen und wir uns nicht mit dem erreichten zufrieden geben. Deshalb sollten wir im Normalfall mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben.

Der Jahreswechsel steht vor der Türe, was wünscht sich Peter Stöger für die nähere Zukunft beim SC Wr. Neustadt?

Peter Stöger: Vor allem wünsche ich mir, dass meine Spieler möglichst rasch wieder gesund werden, beziehungsweise gesund bleiben. Die Fans sollen weiterhin so positiv hinter uns stehen, denn wir werden weiterhin alles dafür geben um in der Bundesliga zu verbleiben. Ich wünsche mir natürlich, dass noch mehr Leute zu uns ins Stadion kommen und uns in der gewohnten Qualität unterstützen. Wichtig ist auch, dass die Zusammenarbeit mit der wirtschaftlichen Führung des Vereins, mit dem Präsidenten Manfred Rottensteiner und seinen Leuten, weiterhin so einfach und konstruktiv funktioniert wie in den vergangenen Monaten. Ich wünsche mir, dass auch die Zusammenarbeit mit meinen Trainer und allen Leuten im Umfeld weiter so positiv verläuft, denn eines ist schon klar, dass die erreichten 22 Punkte nicht nur der Erfolg der Mannschaft sind, sondern jedes einzelnen im Verein der daran arbeitet den SC Wr. Neustadt auch nächstes Jahr in der Bundesliga zu sehen. In diesem Sinne wünsche ich der SC Familie ein besinnliches Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2012.

Vielen Dank für das Gespräch!