Mittwoch, 28. September 2011
Im Talk mit Matthias Lindner!
Im Sommer ist der gebürtige Scheiblingkirchner vom SV Mattersburg zu den Blau-Weissen gewechselt. Vor dem zweiten Spiel gegen seinen Ex-Verein unterhielt sich die Homepageredaktion mit Matthias Lindner und sprach mit ihm über die Chancen gegen Mattersburg, sowie auch über den Status seiner Verletzungspause.
Du bist nun seit fast vier Monaten beim SC Wr. Neustadt. Wie gefällt es dir bei den Blau-Weissen?
Matthias Lindner: Mir gefällt es sehr gut. Ich bin von Start weg sehr gut aufgenommen worden und konnte mich gut in die Mannschaft integrieren. Leider habe ich mir nach dem dritten Spiel einen Mittelfußknochenbruch zugezogen und bin leider noch nicht 100% einsatzfähig. Sonst bin ich aber sehr zufrieden und fühle mich auch sehr wohl. Es macht Spaß mit so einer jungen lässigen Mannschaft in einem sehr professionellen Umfeld zu arbeiten.
Wie schon angesprochen hast du dich vor knapp sechs Wochen am Mittelfuß verletzt. Du arbeitest seitdem an deinem Comeback. Wann wirst du wieder ein Thema für einen Bundesligaeinsatz sein?
Matthias Lindner: Im Moment ist es so, dass ich bereits wieder bei den Lauf- und Passübungen mit der Mannschaft mitmachen kann. Diverse Schuss- und Zweikampftrainings muss ich vorerst noch auslassen. Ich hoffe, dass ich in den nächsten zwei Wochen wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Es dauert halt leider eine gewisse Zeit und man muss sich dann wieder step by step heran arbeiten.
Du kommst aus Scheiblingkirchen und bist somit einer jener Spieler im Kader von Wr. Neustadt, die auch einen persönlichen Bezug zur Bezirkshauptstadt haben. Wie gefällt es dir abseits des Fußballsportes in Wr. Neustadt?
Matthias Lindner: Wie schon angesprochen lebe ich nicht allzu weit von Wr. Neustadt entfernt. Ich bin auch hier in die Sporthauptschule gegangen und fühle mich deshalb auch sehr wohl. Wr. Neustadt ist für mich auch die nächste größere Stadt in meiner Umgebung und deshalb bin ich auch oft in meiner Freizeit in der Stadt. Es gibt nette Lokale und auch viele Geschäfte, um einen Einkaufsbummel durch die Innenstadt zu machen. Neben den Freizeitaktivitäten ist es für mich persönlich natürlich perfekt bei einem Bundesligisten spielen zu können, der nicht weit von meiner Heimat entfernt ist. Das ist ja im Profifußball nicht so einfach!
Der SC ist bereits dein dritter Verein, bei dem du als Fußballprofi engagiert bist. Wo liegen die Unterschiede bei den Vereinen, die du bereits kennengelernt hast?
Matthias Lindner: Naja, bei der Admira war es in der Zeit, in der ich dort gespielt habe, sehr chaotisch. Da ist alles ein wenig drunter und drüber gegangen. Es war nicht klar, ob wir die Lizenz bekommen und auch mit den Geldgebern war es zu der Zeit nicht ganz so einfach. Ich habe dann die Chance ergriffen und bin nach Mattersburg gewechselt. Das war für mich der Sprung in die Bundesliga, jedoch habe ich beim SVM nie so richtig eine Chance bekommen mich zu beweisen. Die meiste Zeit habe ich bei den Amateuren in der Regionalliga gespielt, aber bei den Profis hat es leider nicht geklappt. Bei Wr. Neustadt habe ich nun die Chance bekommen mich im Profikader zu beweisen. Es ist mir auch in den ersten Spielen soweit ganz gut gelungen. Leider hat mich nun meine Verletzung etwas zurückgeworfen, aber ich arbeite hart daran, rasch wieder zurückzukommen.
Am Samstag geht es gegen deinen Ex-Verein Mattersburg. Wie schätzt du die Chancen auf den ersten Heimsieg der Blau-Weissen ein?
Matthias Lindner: Ich glaube, dass wir sehr gute Chancen haben, wobei es mit Sicherheit ein schweres Spiel wird. Wir könnten uns mit einem Sieg klar von Mattersburg absetzen, das wäre natürlich perfekt. Wir haben schon auswärts gezeigt, dass wir gegen den SVM gewinnen können. Die Mattersburger stehen nach der Niederlage gegen den KSV schon unter Druck. Wir haben im Spiel gegen Ried Selbstvertrauen getankt. Wenn es meinen Kollegen gelingt eine ähnlich gute Leistung wie gegen Ried abzuliefern, stehen die Chancen sehr gut, dass wir den ersten Heimsieg der Saison einfahren.
Du bist bereits im fünften Jahr deiner Profikarriere. Wo soll deine Reise als Fußballprofi noch hinführen?
Matthias Lindner: Kurzfristig möchte ich wieder fit werden und mir einen Stammplatz in der Mannschaft erkämpfen. Dafür wird es auch wichtig sein viele Tore für den SC zu erzielen. Darauf arbeite ich im Moment hin. Langfristig ist es schwierig zu sagen. Klar wäre es toll, wenn ich einmal die Chance bekommen würde auch im Ausland professionell Fußball zu spielen, aber dieses Thema ist im Moment nicht so präsent.
Gestern wurde dein Mannschaftskollege Jörg Siebenhandl erstmalig in den Kader des A-Nationalteams einberufen. Wie siehst du diese Einberufung als Kollege von Jörg?
Matthias Lindner: Vor allem freut es mich sehr für Jörg, der es sich durch seine Leistungen in den letzten Wochen wirklich verdient hat. Er war in den Spielen immer ein sicherer Rückhalt für die Mannschaft und hat das Vertrauen des Trainers absolut gerechtfertigt. Diese Einberufung zeigt aber auch, dass es möglich ist auch als Spieler von Wr. Neustadt den Sprung in die Nationalmannschaft zu schaffen. Das spornt natürlich an, dass man hart an sich arbeitet, um vielleicht auch mal die Chance zu bekommen.
Bevor wir zum Ende dieses Gespräches kommen noch die Möglichkeit für dich ein paar Worte an die Fans des SC zu richten!
Matthias Lindner: Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Fans bedanken. Es geht von unseren Fans eine immer positiver werdende Stimmung aus, egal ob wir zu Hause oder auch auswärts spielen. Ich war am Samstag als Zuschauer im Stadion und die Stimmung war wirklich perfekt - auch, wenn sich der Zuschauerandrang in Grenzen gehalten hat. Wir brauchen die Unterstützung der Fans auch beim nächsten Spiel gegen Mattersburg und deshalb hoffe ich, dass viele Leute den Weg ins Stadion finden, um uns anzufeuern!
Vielen Dank für das Gespräch!

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