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Donnerstag, 01. Dezember 2011

Im Talk mit Mario Pollhammer!

k.A.

Im Talk mit Mario Pollhammer!

Mario, du bist seit Juni als Profispieler beim SC Wr. Neustadt unter Vertrag. Wie geht es dir als gebürtiger Steirer im südlichen Niederösterreich?

Mario Pollhammer: Mir geht es sehr gut! Ich habe mich sehr gut eingelebt. Die Mannschaft hat mich von Beginn an super aufgenommen. Ich fühle mich wirklich wohl, alle sind offen und hilfsbereit. Es könnte nicht besser sein!

Du warst zuvor in der Regionalliga beim GAK im Einsatz. Wie ist die Umstellung vom Amateur- zum Profibetrieb?

Mario Pollhammer: Beim GAK haben wir auch schon sehr professionell gearbeitet, aber natürlich ist da noch ein großer Unterschied zur Bundesliga. Vor allem beim Training ist die Qualität eine andere, da kann man schon sehr viel dazu lernen. Auch das Flair bei den Spielen ist mit der Regionalliga so nicht zu vergleichen.

Trainer Peter Stöger hat dich von Beginn der Meisterschaft immer wieder eingesetzt. Durch deine konstanten Leistungen hast du dir in den letzten Wochen einen Stammplatz erkämpft. Hast du mit dieser tollen Entwicklung gerechnet?

Mario Pollhammer: Nein, überhaupt nicht! Im Sommer war mein Ziel, mich in den Kader für die Meisterschaftsspiele zu kämpfen. Aber natürlich möchte man immer mehr erreichen und wie ich gesehen habe, dass es eigentlich sehr gut läuft, war ich umso motivierter mein Bestes zu geben. Dass es aber so gut läuft, hätte ich mir nicht gedacht.

Mario Pollhammer ist in Wr. Neustadt noch nicht so bekannt. Wie war dein Weg bis in die Bundesliga nach Wr. Neustadt?

Mario Pollhammer: Ich bin in Graz in die Schule gegangen und habe im Übersee Gymnasium die Matura absolviert. Im sportlichen Bereich habe ich in meinem Heimatverein in Kirchberg a.d. Raab begonnen Fußball zu spielen. Danach bin ich zu St. Margarethen a.d. Raab gewechselt, wo ich zum ersten Mal in der Kampfmannschaft gespielt habe. Für den SC Allerheiligen habe ich drei Jahre in der Regionalliga gespielt bevor ich dann in der Saison 2010/2011 zum GAK gewechselt bin. Während der Zeit beim GAK habe ich parallel in einem Büro gearbeitet und seit diesem Sommer bin ich beim SC.

Neben der neuen beruflichen Herausforderung hat sich ja für dich auch im Privaten dein Leben etwas verändert. Du verbringst den Großteil der Woche in Wr. Neustadt und im Trainingszentrum in Steinbrunn. Wie schwierig war diese Verlegung deines Lebensmittelpunktes für dich?

Mario Pollhammer: Es ist für mich jetzt nicht so eine gravierende Umstellung. Ich bin es eigentlich gewohnt, dass ich viel herum komme. Meine Freundin ist in Graz und macht dort ihre Ausbildung fertig und ich konzentriere mich beim SC auf das Fußballspielen. Das klappt soweit sehr gut!

Was machst du in deiner Freizeit?

Mario Pollhammer: Sport im Allgemeinen ist ein großes Hobby von mit, aber ich gehe auch sehr gerne ins Kino. Gemeinsam mit meiner Freundin unternehme ich unterschiedlichste Sachen, sofern es die Zeit zulässt.

In ca. zwei Wochen steht der wohlverdiente Urlaub am Programm. Was wirst du in der dreiwöchigen Winterpause machen?

Mario Pollhammer: Die erste Woche werde ich daheim mit meiner Familie verbringen. Danach fliege ich mit meiner Freundin für zehn Tage in die Dominikanische Republik, um ein wenig zu erholen und wieder frische Kraft für das Frühjahr zu tanken, denn am 9. Jänner geht’s ja auch schon wieder mit der Vorbereitung los.

Wo liegen die sportlichen Ziele des Mario Pollhammer?

Mario Pollhammer: Naja, aktuell ist das Ziel, noch möglichst viele Punkte vor der Winterpause zu sammeln und die großen Mannschaften etwas zu ärgern. Unser erstes Ziel ist es nicht abzusteigen. Da sind wir im Moment auf einem sehr guten Weg, aber wir möchten uns natürlich weiter nach vorne orientieren. Persönlich möchte ich mich ständig weiterentwickeln, um vielleicht mal die Chance zu bekommen, ins Ausland zu gehen. Ich denke, dass dies der Traum von jedem jungen Spieler in Österreich ist. Das Nationalteam ist natürlich auch immer ein Thema. Ich habe es geschafft in die Bundesliga zu kommen und werde hart dafür arbeiten, um auch meine weiteren Ziele zu erreichen.

Am Sonntag steht das letzte Heimspiel vor der Winterpause gegen den FC Red Bull Salzburg am Plan. Wie stehen aus deiner Sicht die Chancen?

Mario Pollhammer: Die Chancen stehen ganz gut. Wie der Trainer immer wieder sagt, jedes Spiel beginnt mit 0:0 und somit haben wir einen Punkt von Anfang an. Natürlich wollen wir auch gegen Salzburg zeigen, dass wir auch gegen die roten Bullen gewinnen können. Wir werden versuchen offensiv zu spielen und uns nicht verstecken. Ich glaube schon, dass wir durchaus auch gegen Salzburg drei Punkte holen können.

Vielen Dank für das Gespräch!