Mittwoch, 23. November 2011
Im Talk mit Christian Ramsebner!
Christian, nach deiner langen Verletzungspause bist du in den letzten Wochen wieder in die Stammformation der Blau-Weissen zurückgekehrt. Wie geht es dir?
Christian Ramsebner: Es geht mir körperlich soweit sehr gut, vor allem wenn man bedenkt, dass ich zehn Wochen nicht gespielt habe. Im Moment bin ich aber absolut zufrieden mit meiner körperlichen Verfassung und es bereitet mir keine Probleme, dass ich so lange nicht dabei gewesen bin.
Gemeinsam mit Michael Madl spielst du in der Innenverteidigung des SC. Ihr seid in den letzten Wochen sehr stabil und die Leistungen im Vergleich zum Saisonstart haben sich stark verbessert. Worauf ist diese positive Entwicklung aus deiner Sicht zurückzuführen?
Christian Ramsebner: Zuallererst spricht die stabile Leistung für die Entwicklung der gesamten Mannschaft. Wir arbeiten alle gemeinsam in der Defensive sehr gut und lassen sehr wenige Torchancen zu. Nicht nur zwischen mir und Michi funktioniert die Abstimmung sehr gut, sondern auch mit Schicki, Klapfi und den beiden zentralen Mittelfeldspielern davor passt es im Moment einfach und die Mechanismen greifen ganz gut ineinander.
Du bist nun bereits die dritte Saison bei den Blau-Weissen. Wie bist du mit deiner persönlichen Entwicklung beim SC Wr. Neustadt zufrieden?
Christian Ramsebner: Ich glaube, dass meine Entwicklung sehr positiv ist. Man sieht, dass ich mich von Saison zu Saison weiter entwickelt habe. Es ist für mich als Innenverteidiger auch sehr wichtig, eine gewisse Routine zu bekommen. Mittlerweile habe ich doch auch schon an die 70 Bundesligaspiele hier in Wr. Neustadt absolviert und dabei entwickle ich mich ständig weiter. Das ist für mich sehr wichtig und ich hoffe, dass dieser Prozess so weitergeht.
Was sind deine Ziele für die Bundesligasaison 2011/2012?
Christian Ramsebner: Natürlich ist das oberste Ziel, dass wir mit dem SC Wr. Neustadt in der Bundesliga bleiben. Das muss einfach im Vordergrund stehen. Ich möchte im Laufe der Saison konstant gute Leistungen bringen, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen und um mich vielleicht für einen Transfer zu empfehlen. Das steht aber noch in den Sternen, ob sich hier etwas ergeben kann. Oberste Priorität hat der Klassenerhalt.
Durch deine Ausbildung in der Frank Stronach Akademie und deinen Engagements beim FK Austria Wien und jetzt beim SCWN bist du seit deinem 14. Lebensjahr nur sehr selten in deiner Heimat Oberösterreich. Wie schwierig war/ist es für dich als junger Spitzensportler deine Familie nur sehr sporadisch zu sehen?
Christian Ramsebner: Mittlerweile bin ich schon 22 Jahre alt, da ist es nicht mehr ein so großes Problem. Mit 14 Jahren von zu Hause wegzugehen ist natürlich nicht immer einfach. Vor allem in Phasen, in denen es vielleicht sportlich oder auch schulisch nicht ganz so gut gelaufen ist, war es schon hart. Ich bin aber sehr froh, dass ich mich da durchgebissen habe und nun meinen Traumberuf Fußballprofi ausüben kann. Jetzt passt die Situation für mich soweit und ich freue mich sehr, wenn ich meine Familie am Wochenende besuchen fahren kann.
Was macht Christian Ramsebner in seiner Freizeit?
Christian Ramsebner: Naja, soviel Freizeit habe ich als Fußballprofi ja auch nicht, aber ich fahre des öfteren nach Wien und treffe mich mit Freunden auf einen Kaffee oder gehe shoppen. Zu Hause spiele ich gerne mit meiner Playstation oder surfe im Internet, wobei ich das in letzter Zeit etwas seltener gemacht habe.
Mit 22 Jahren stehst du noch am Beginn deiner Profikarriere. Wohin soll dich deine Laufbahn als Fußballspieler noch bringen?
Christian Ramsebner: Ein großer Traum von mir ist es einmal im Ausland zu spielen - in richtig vollen Stadien. Deutsche erste Bundesliga oder englische Premier League, das wäre schon ein großes Ziel. Aber ich glaube, das wünscht sich eh jeder Profi. Ein weiteres Ziel für mich ist es auch einmal für das A-Nationalteam zu spielen. Ich habe von der U15 bis zur U21 alle Nationalteams durchlaufen und ich glaube schon, dass ich das Potential habe, um auch für das A-Team einmal ein Thema zu werden.
Am Samstag geht es gegen deinen Ausbildungsverein FK Austria Wien. Was erwartest du dir von diesem Spiel?
Christian Ramsebner: Ich erwarte mir, dass wir an die Leistung, die wir gegen Sturm Graz gezeigt haben, anschließen. Wir werden sicherlich nicht zur Austria fahren, ihnen zum 100-Jahr-Jubiläum gratulieren und ihnen die Punkte brav dort lassen. Ich möchte auf jeden Fall zumindest einen Punkt aus der Generali-Arena mitnehmen. Wenn wir an die Leistung vom Samstag anschließen können oder vielleicht sogar einen weiteren Schritt in unserer Entwicklung schaffen, ist das sicher realistisch.
Vielen Dank für das Gespräch!

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