Sonntag, 24. Oktober 2010
Gerechtes Remis in Wiener Neustadt
Zweites Spiel, vierter Punkt – die Bilanz des SC gegen Rapid kann sich sehen lassen. Vor toller Kulisse trotzte die Schöttel-Elf dem österreichischen Rekordmeister ein gerechtes Remis ab.
7.100 Zuseher, regennasser Boden und der österreichische Rekordmeister im Stadion. Alles war angerichtet für ein tolles Fußballfest in Wiener Neustadt. Leider hielt das ORF-Livespiel am Ende nicht ganz das, was es versprochen hatte. Beide Teams begannen vorsichtig. Rapid – ohne den gesperrten Kavlak und den verletzten Hofmann – hatte etwas mehr Spielanteile, der SC reagierte vorerst nur. Die erste (Halb-)Chance fanden die Gäste vor, aber Salihi vergab in aussichtsreicher Position (11.). In Minute 15 versuchte Kostal – nach einem Kolousek-Freistoß – sein Glück, aber Hedl war auf dem Posten. Kurz darauf klärte Ramsebner bei einem Nuhiu-Querpass, allerdings mit fatalen Folgen. Denn Verteidiger Katzer war es, der den daraus resultierenden Eckball spektakulär verwertete. Volley donnerte er den Ball in die Maschen, Fornezzi hatte keine Chance. Doch Wiener Neustadt steckte nicht auf und wurde umgehend belohnt. Ausgerechnet Tanju Kayhan, bis Sommer noch in Diensten der Blau-Weissen, attackierte Simkovic ungeschickt im Sechzehner, Schiedsrichter Prammer zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Hannes Aigner ließ sich die Chance nicht entgehen und schob das Leder im Stile eines abgebrühten Goalgetters trocken ins Eck. Da waren 26 Minuten gespielt. Ab diesem Zeitpunkt fanden die Heimischen immer besser ins Spiel. Dennoch hatten sie bei einem Super-Solo von Pelivan Glück. Fornezzi vereitelte in letzter Sekunde mit einer Fußabwehr die Großchance des Teamspielers. Mit 1:1 ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel waren gerade mal 6 Minuten gespielt, als der Arbeitstag für Kayhan schon wieder beendet war. Mit Gelb-Rot musste er nach einem schweren Foul unter die Dusche. In der Folge zog sich Rapid weit in die eigene Hälfte zurück, der SC versuchte immer wieder über den schnellen Wolf den Abwehrriegel zu knacken. Reiter mit einem Fernschuss (55.), der eingewechselte Sadovic nach toller Simkovic-Vorarbeit (72.) und Wolf mit einem knallharten Linksschuss über das Kreuzeck (84.) hatten in Durchgang 2 die besten Möglichkeiten für den SC, Torchancen Rapid: Fehlanzeige. Bei einem Wolf-Durchbruch, der mit einer Attacke im Sechzehner gestoppt wurde, blieb die Pfeife des Unparteiischen stumm. In der Schlussphase musste dann Wolf noch nach einem taktischen Foul vom Feld, was aber am Ergebnis nichts mehr änderte. Alles in allem aber ein gerechtes Remis, mit dem wohl beide Mannschaften leben können. Bemerkenswertes Detail am Rande: Neustadt-Trainer Peter Schöttel wurde von den grün-weißen Anhängern lautstark mit Schlachtgesängen gefeiert….
Wiener Neustadt spielte mit: Fornezzi; Thonhofer, Kostal, Ramsebner, Schicker; Reiter (57. Burgstaller), Grünwald; Wolf, Kolousek (90. Stanislaw), Simkovic; Aigner (65. Sadovic)
Tor: Aigner (26.)
Gelb: Thonhofer (35., Foul), Wolf (41., Foul), Aigner (58., Foul), Schicker (59., Foul)
Gelb-Rot: Wolf (86., Foul)
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1:1




























































