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Dienstag, 27. September 2011

Die Analyse zum Spiel mit Manfred Schmid!

k.A.

Am Samstag erreichten die Blau-Weissen einen Punktegewinn gegen die SV Josko Ried durch einen Doppelpack von Mario Reiter. Spielerisch zeigten die Jungs von Peter Stöger, wie viel Potential in Ihnen steckt und hatten absolut die Möglichkeit auf den Sieg. Nachgefragt bei Co-Trainer Manfred Schmid möchte die Homepageredaktion wissen, wie er die Leistung seiner Jungs gesehen hat.

Am Samstag erreichte unsere Mannschaft nach einem sehr ansprechenden Spiel einen Punkt gegen die Innviertler. Wie bist du mit der Leistung der Jungs zufrieden gewesen?

Manfred Schmid: Grundsätzlich sind wir mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden. Vor allem aber mit der wesentlichen Steigerung im Bereich der Offensive. Wir haben uns am Samstag viel mehr zugetraut als in der Vorwoche in Salzburg. Die Jungs haben immer wieder versucht nach vorne zu spielen und Chancen herauszuarbeiten. Das ist ihnen auch sehr gut gelungen. Im Abschluss hat uns vielleicht ein wenig das Glück gefehlt, aber das wird auch noch kommen.

Mario Reiter erzielte beide Treffer in diesem Spiel. Während der Woche war nicht ganz klar, ob er überhaupt zum Einsatz kommen kann. Dann so eine Leistungsexplosion. Du kennst Mario ja schon seit eurer gemeinsamen Zeit bei Schwanenstadt. Wie ist so etwas möglich?

Manfred Schmid: Mario Reiter ist aus meiner Sicht ein Spieler mit sehr viel Potenzial, welches er jedoch bis dato noch nicht zu 100% ausgeschöpft hat. Er hatte in der Vorbereitung körperliche Probleme, die ihm auch in der vergangen Woche wieder ein wenig zu schaffen machten. Mario ist ein sehr ehrgeiziger Spieler, der immer alles gibt um zum Erfolg zu gelangen. Manchmal verliert er jedoch durch seinen Ehrgeiz die Ordnung. Daran muss er weiter arbeiten, denn er ist ein sehr wertvoller Spieler für unser Team. Es freut mich sehr, dass ihm gleich zwei Treffer am Samstag gelungen sind. Körperlich hat aber auch sein Kollege im defensiven Mittelfeld, Michael Stanislaw, nach diversen Verletzungen wieder zulegen können. Ich denke, dass dies mit ein Grund für die Leistungssteigerung der gesamten Mannschaft war.

In der zweiten Spielhälfte zeigten beide Mannschaften ein mitreißendes Spiel. Schlussendlich hatte der SCWN noch sehr gute Chancen auf den Siegestreffer. Wie bist du mit dieser Entwicklung zufrieden?

Manfred Schmid: Wie schon erwähnt sind wir sehr zufrieden. Die Mannschaft hat das umgesetzt, was wir von ihr verlangt haben. Wichtig ist, es immer und immer wieder zu versuchen zu Chancen zu kommen. Nur wenn man konsequent nach vorne spielt, entstehen Möglichkeiten um Tore zu erzielen. Das haben wir leider in Salzburg nicht gemacht. Gegen Ried haben wir vor allem in der zweiten Halbzeit gezeigt, dass wir die Qualität haben, um uns Chancen zu erarbeiten. Wir sind auf einem guten Weg und mit der gezeigten Leistung am Wochenende können wir zuversichtlich den nächsten Aufgaben entgegenblicken.

Abermals war es Jörg Siebenhandl, der ein starker Rückhalt für seine Teamkollegen gewesen ist. Seine Leistungen in den letzten Wochen sind auch dem derzeitigen Teamchef Willi Ruttensteiner nicht entgangen. Jörg wurde heute in den A Team Kader für die beiden Länderspiele gegen Aserbeidschan und Kasachstan einberufen. Wie siehst du diese Einberufung?

Manfred Schmid: Ich muss dazu sagen, dass ich Jörg seit der U15 in der Frank Stronach Akademie kenne. Er hatte schon damals mit seiner Reaktionsschnelligkeit und viel Selbstvertrauen einen sehr guten Eindruck auf mich gemacht. In den letzten Jahren hat er Spielpraxis in diversen unterklassigen Vereinen gesammelt. Das hat ihm in seiner Entwicklung sehr gut getan. Er hat in der Vorbereitung seine Chance genutzt und hat das Vertrauen des Trainers bis dato mehr als bestätigt. Auch wenn wir in den Spielen einige Gegentreffer hinnehmen mussten, kann man Jörg kaum einen Vorwurf machen. Es ist bemerkenswert, wie selbstbewusst und mit welcher Entschlossenheit er die Spiele in der Bundesliga absolviert. Es wird mit Sicherheit der eine oder andere behaupten, dass die Einberufung zu früh für ihn kommt. Ich bin jedoch der Ansicht, dass er durch seine Leistungen es absolut verdient hat und wünsche ihm für die Zeit in der Nationalmannschaft alles Gute.

Am kommenden Wochenende geht es im Stadion Wr. Neustadt gegen den SV Mattersburg. In diesem Spiel geht es für die Burgenländer um den Anschluss an Kapfenberg. Die Blau-Weissen könnten sich mit einem Sieg im Mittelfeld der Tabelle festsetzen. Wie stehen die Chancen gegen den SVM?

Manfred Schmid: Am Samstag wartet wieder ein schwieriges Spiel auf uns. Wir können auf jeden Fall gegen Mattersburg bestehen, das haben wir ja auch in der ersten Runde der Meisterschaft schon bewiesen. Da hatten wir natürlich mit dem Spielverlauf etwas Glück, aber das gehört auch dazu. Wir haben nach dem letzten Spiel Selbstvertrauen getankt und gesehen, dass wir eine gute Leistung bringen können. Wenn es uns gelingt eine ähnliche Leistung wie gegen Ried zu bringen, bin ich überzeugt, dass wir drei Punkte holen können. Man darf jedoch Mattersburg auf keinen Fall unterschätzen. Die Burgenländer haben in einigen Spielen sehr gute Leistungen gezeigt, jedoch oft etwas unglücklich verloren.

Du bist in deiner Tätigkeit als Co-Trainer auch für die Analyse der kommenden Gegner zuständig. Wo muss man gegen die Burgenländer ansetzten, um am Samstag den ersten Heimsieg einzufahren?

Manfred Schmid: Mattersburg ist zweikampfstark und vor allem auch sehr laufstark. Man muss immer sehr vorsichtig sein, da sie sehr schnelle und gefährliche Konterspieler haben. Wenn wir ihnen die Räume eng machen und sehr organisiert stehen, werden wir unsere Möglichkeiten bekommen. Unsere Aufgabe wird sein, schnell von der Defensive in die Offensive umzuschalten, um sie mit schnell vorgetragenen Angriffen unter Druck zu setzen. Wir werden uns in den nächsten Tagen noch intensiv mit unserem Gegner auseinandersetzen und uns eine passende Strategie zurechtlegen, um am Samstag drei Punkte einzufahren!

Vielen Dank für das Gespräch!