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Montag, 28. November 2011

Die Analyse zum Spiel „FAK – SCWN“

k.A.

Mit einem 2:2 endete das emotionsgeladene Spiel gegen die Wiener Austria am vergangenen Samstag in der Generali Arena. Nach der überraschenden Führung der Blau-Weissen durch Tomas Simkovic in Hälfte 1, brachte ein irreguläres Tor die Partie für den SC fast noch zum Kippen. Die Jungs fighteten bis zum Ende und konnten in der Nachspielzeit noch den Ausgleich durch Günter Friesenbichler erzielen.

Peter, wie geht es dir zwei Tage nach diesem sehr aufregenden Spiel gegen die Wiener Austria?

Peter Stöger: Ich bin zwar etwas kränklich, aber soweit ganz gut.

Haben deine Jungs deine Erwartungen für dieses Spiel erfüllt?

Peter Stöger: Ja, auf jeden Fall! Ich finde, dass sie in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht haben. In den zweiten 45 Minuten war es natürlich dann wesentlich schwieriger. Die Situation rund um das 1:1 hat uns komplett außer Tritt gebracht. So eine Entscheidung ist sehr schwer wegzustecken. Das sind Situationen, in denen wir auch noch dazu lernen müssen. Auch meine Betreuer und ich waren etwas von der Rolle und die Stimmung auf der Bank war danach leider sehr negativ. Aber trotz des 2:1 war bis zum Schluss etwas drinnen und wir konnten in letzter Minute noch einen Punkt mitnehmen.

Nach dem Ausgleichstreffer zum 1:1 für die Austria, hattest du hitzige Diskussionen mit dem Schiedsrichterteam. Wie siehst du diese doch sehr spielentscheidende Situation mit etwas Abstand?

Peter Stöger: Möglicherweise war mein Emotionsausbruch am Rande dessen, was vertretbar ist, vielleicht sogar etwas darüber. Aus meiner Sicht ist das, was ich gesagt habe aber absolut ok. Es war für mich auch nicht die Entscheidung, dass es ein Tor gewesen sein soll, das Problem, sonder die Art und Weise wie das Schiedsrichterteam zu diesem Entschluss gekommen ist. Das hat für mich einfach eine schiefe Optik gehabt.

In der Nachspielzeit erzielte Günter Friesenbichler noch den Ausgleichstreffer zum 2:2. Wie erleichtert warst du nach dem Schlusspfiff?

Peter Stöger: Die Freude war bei allen sehr sehr groß. Wir haben zwar in den vergangenen Wochen auch schon Spiele gewonnen, aber so einen Freudenausbruch hatten wir bis dato noch nicht. Klar hatte die Austria die Möglichkeiten den dritten oder sogar vierten Treffer zu erzielen, aber aufgrund dieser schwierigen Situation zu Beginn der zweiten Halbzeit, haben wir uns das Unentschieden aus meiner Sicht auf jeden Fall verdient.

Deine Mannschaft entwickelt sich in den letzten Wochen immer mehr zum Favoritenschreck. Woher kommt diese Wandlung?

Peter Stöger: Mein Team hat sich in den letzten Wochen gefunden. Wir sind jetzt eine funktionierende Gruppe. Es ist nicht so einfach, wenn im Sommer die halbe Mannschaft ausgetauscht wird. Da geht es auch nicht nur um die sportliche Abstimmung, sondern auch um die zwischenmenschlichen Beziehungen in der Gruppe. Auch körperlich sind wir im Moment sehr gut drauf. Das sind alles Faktoren, die uns die Möglichkeiten geben um eben auch gegen vermeintlich große Mannschaften erfolgreich zu sein. Alles in allem bin ich sehr stolz über die Entwicklung die wir seit Sommer gemacht haben und ich hoffe, dass wir den eingeschlagenen Weg fortsetzen können.

Am kommenden Sonntag erwarten die Blau-Weissen, beim letzten Heimspiel vor der Winterpause, die roten Bullen aus Salzburg. Was traust du deiner Mannschaft gegen die Millionentruppe der Liga zu?

Peter Stöger: Das Spiel am Sonntag wird eine sehr interessante Aufgabe. Ich bin nicht unbedingt ein Freund von Statistiken, vor allem, weil sich die Situation seit Sommer in Wr. Neustadt im Vergleich zu den Jahren davor stark verändert hat. Es ist aber so, dass wir in der laufenden Meisterschaft bereits gegen alle Teams punkten konnten, außer gegen die Salzburger. Das wollen wir natürlich unbedingt schaffen. Sollten wir unser Ziel am Sonntag erreichen, zeigt das, dass man mit unterschiedlichen Konzepten gegen alle Mannschaften der Liga punkten kann. Hier muss man dann aber auch von Qualität sprechen, denn ohne Qualität in der Truppe kann man die taktischen Konzepte auch nicht erfolgreich umsetzen.

Vielen Dank für das Gespräch!