Montag, 31. Oktober 2011
Die Analyse zum Spiel „ FC Wacker - SCWN“
Wie üblich gibt es zwei Tage nach dem Spiel die Analyse des Trainers Peter Stöger zum Spiel. Am vergangenen Samstag verloren die Blau-Weissen mit 2:0 am Tivoli. Vor dem Spiel hatte sich die Mannschaft aufgrund der zuletzt gezeigten Leistungen gute Chance für einen Punktegewinn ausgerechnet. Leider konnte dieses Vorhaben nicht umgesetzt werden. Wo sind die Gründe für diese Auswärtsniederlage gegen den FC Wacker Innsbruck zu finden?
Peter Stöger: Es ist uns vor allem in der ersten Halbzeit nicht gelungen aus unserer Überlegenheit Kapital zu schlagen. Wir waren zwar spielerisch überlegen, haben es aber nicht geschafft zwingende Torchancen herauszuspielen. Innsbruck hat dann in der zweiten Hälfte mit ihrer ersten Torchance das 1:0 erzielt, aber auch danach hatten wir unsere Möglichkeiten. Ich denke, dass das Spiel durchaus auch ganz anders ausgehen hätte können, dafür muss man aber seine wenigen Chancen nutzen. Das ist uns am Samstag leider nicht gelungen.
Erste Halbzeit war das Spiel sehr ausgeglichen und keiner der beiden Mannschaften gelang es, zwingende Torchancen zu kreieren. Lag es daran, dass sich die Teams gut neutralisierten, oder hatte dies andere Gründe?
Peter Stöger: Wir haben den Innsbruckern kaum Raum gelassen, um ein gezieltes Spiel nach vorne aufzubauen, das hat gut funktioniert. Im Mittelfeld waren wir ballbesitztechnisch überlegen, aber 30 Meter vor dem Tor hat uns die nötige Bewegung in die Spitze gefehlt, die wir in der Vorwoche gegen Kapfenberg gezeigt haben. Ich bin mit der gezeigten Leistung von Samstag nicht unzufrieden, aber wir müssen daran arbeiten, unsere Überlegenheit auch in Tore umzusetzen.
Zu Beginn der zweiten 45 Minuten war der SC spielbestimmend und wirkte etwas aktiver als die Hausherrn. Auch nach dem Gegentreffer hatte Serkan Ciftci eine große Chance, die aber der Schlussmann der Innsbrucker vereitelte. Warum war an diesem Tag kein Punktegewinn möglich?
Peter Stöger: Wie gesagt, die Innsbrucker haben aus ihren wenigen Möglichkeiten das Maximum herausgeholt. Uns hingegen ist es nicht gelungen, die eine oder andere gute Chance, wie eben auch die eine durch Serkan, zu nutzen. Klar hatten wir diese Woche nicht so viele gute Möglichkeiten wie gegen Kapfenberg, aber es waren durchaus welche vorhanden. Wenn es dir dann natürlich noch dazu nicht gelingt kein Tor zu bekommen, kannst du eben keine Punkte machen.
An der Tabellensituation hat sich aufgrund der beiden Unentschieden von Mattersburg und Kapfenberg vorerst nicht allzu viel verändert. Jetzt kommt mit der Admira am kommenden Samstag der Tabellenführer nach Wr. Neustadt. Was erwartest du dir für dieses Spiel von deiner Mannschaft?
Peter Stöger: Wir werden versuchen, so aufzutreten wie gegen den KSV. Dies wird natürlich schwieriger, da die Admira durch ihre gezeigten Leistungen mehr Selbstvertrauen hat. Es ist aber unser Ziel gegen die Südstädter drei Punkte zu holen. Wir haben ja auch noch eine Rechnung offen, da wir in der Südstadt sicherlich unser schwächstes Spiel in dieser Saison abgeliefert haben. Meine Mannschaft wird im Derby alles geben und zeigen, welche Qualität sie besitzt.
Am kommenden Samstag stehen dir aller Voraussicht wieder alle Spieler zum Einsatz zur Verfügung. Auch der zuletzt gesperrte Andreas Schicker ist wieder dabei. Ist es möglich gegen die Tabellenführer eine kleine Sensation zu schaffen?
Peter Stöger: Es ist sicher möglich gegen die Admira eine Sensation zu schaffen. Das dies nicht leicht ist, wird wohl jedem bewusst sein der die Tabelle kennt. Die Südstädter sind 12 Spiele in Serie ungeschlagen. Wir werden uns aber zu Hause nicht verstecken, sondern von Start weg auf drei Punkte spielen, um unseren Fans den zweiten Heimsieg in dieser Saison zu schenken.
Vielen Dank für das Gespräch!

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