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Querpass

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Samstag, 07. August 2010

Den Bullen fast die Hörner verbogen

k.A.

Salzburg zeigt in der Liga erstmals Hörner und das gerade gegen den bisherigen Tabellenführer aus Wiener Neustadt und gewinnt mit 4:2 in der Red Bull Arena. Aber fast hätte der SC Magna ihnen die Hörner verbogen.

Gleich vorweg: Es war ein sehenswerter Schlagabtausch. Beide Teams schenkten einander nichts. Das Ergebnis steht zwar fest, aber es hätte sicher auch anders, ein wenig besser, oder noch besser aussehen können, wenn, tja, wenn zum Beispiel die Wiener Neustädter ihre Riesenchance auf die Führung bereits in der 40. Sekunde hätten nützen können – nach Fehlpass von Zarate läuft Patrick Wolf aufs Salzburger Tor zu, scheitert jedoch an Schlussmann Tremmel.

Es ist klar, dass sich der SC Magna Wiener Neustadt, der ja das Überraschungsteam der bisherigen Saison ist, in der Red Bull Arena aufs Kontern einstellt. Das gelingt auch in vielen Bereichen. Gute Aktionen, Spielzüge und Freistöße auf beiden Seiten. Erst ein Fehler vom sonst so verlässlichen Christian Ramsebner ermöglicht die Salzburger Führung (32. Minute). Fehler passieren im Fußball. Weiter geht’s.

Nur zwei Minuten später! Der Ausgleich war da, wäre da gewesen – aber der Schiedsrichter hat beim Kopfballtreffer von Aigner  ein Vergehen gegen Sekagya gesehen. Fehler passieren im Fußball. Weiter geht’s.

Und wie es weiter geht! Wieder zwei Minuten später: Ein perfekter Konter wird von Wolf an der Mittellinie zu Burgstaller am linken Flügel weitergeleitet. Der U21-Spieler zieht in den Sechzehner - und schießt den Ball perfekt ins linke Kreuzeck. 1:1 in der 36. Minute. Jetzt könnte jedes der beiden Teams in Führung gehen.

Die Gastgeber tun es. Leitgeb auf Zarate, der zieht über links in den Strafraum und bezwingt Fornezzi – unhaltbar für unseren Goalie. 2:1 für Salzburg in der Minute 41.

Nach der Pause will Wiener Neustadt unbedingt den Ausgleich. Man merkt dies. Man bekommt ihn. Burgstaller bringt eine 35-Meter-Flanke von rechts in den Strafraum, Tremmel kommt aus dem Tor – Kapitän Aigner sieht dies, ist rascher als der Goalie und kann ihn so mit dem Kopf überheben. 2:2 (50. Minute). Bravo, zweimal konnten die Kicker aus Wiener Neustadt am heutigen Abend bereits einen Rückstand wettmachen. Und drei Minuten nach dem Ausgleichstor wäre wirklich viel drinnen gewesen. Denn ein ganz knapp am Tor vorbeigegangener Knaller von Grünwald hätte die Führung für die Gäste aus Neustadt bedeutet! Und was das bedeutet hättet,…..

Schlag auf Schlag geht es weiter. Wieder der brandgefährliche Zarate. Der Argentinier dribbelt sich durch die Abwehr, bleibt mit seinem Schuss von links aber an Fornezzi hängen (54.). 3:2 für Salzburg in der 56. Minute: Boghossian für Leitgeb, der zieht zum Strafraum und schickt Jantscher, der mit seinem 2. Tor (aus abseitsverdächtiger Position!) abschließt.

Neustadt will es wieder wissen. Wer diese Mannschaft kennt, weiß, was sie alles möglich machen kann. Minute 63: Patrick Wolf überläuft Svento, sein Schuss geht knapp am langen Eck vorbei. Pech.

Minute 68: Sekagya bringt einen Ball nicht weg. Wolf schnappt sich die Kugel, zieht in den Strafraum, schießt aber ganz knapp neben die rechte Stange. Großes Pech.

In dieser Drangphase zum Ausgleich das größte Pech. Salzburg erhöht in der 73. Minute durch Joaquín Boghossian auf 4:2.

Christian Ramseber bringt es auf den Punkt: „Wir haben gegen den Meister auswärts gespielt, da kann man schon einmal verlieren.“

RB Salzburg: Tremmel - Schwegler, Sekagya, Afolabi, Svento -Mendes (91. Augustinussen), Schiemer - Zarate (88. Ngwat-Mahop), Leitgeb, Jantscher - Boghossian (91. Wallner)


SC Magna Wiener. Neustadt: Fornezzi - Thonhofer, Kostal, Ramsebner, Schicker, Stanislaw, Grünwald, Wolf, Kolousek (83.), Simkovic, Sadovic (69.), Burgstaller, Haselberger (79.) – Aigner

Red Bull Arena, 10.800 Zuschauer
Schiedsrichter: Harald Lechner