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Dienstag, 14. Februar 2012

Analyse zum Spiel SCWN – SK Rapid!

k.A.

 Am Sonntag bei Sonnenschein und winterlichen Temperaturen erkämpften sich die Blau-Weissen zum zweiten Mal in dieser Saison einen Punkt gegen den Rekordmeister aus Hütteldorf. Sportchef Peter Stöger analysierte das Spiel zum Frühjahrsauftakt im Stadion Wr. Neustadt.

Peter. Ein weiteres Mal hat es deine Mannschaft geschafft, mit Herz und Leidenschaft einen der Großen der tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile zu ärgern. Wie bist du mit der gezeigten Leistung deiner Jungs am Sonntag zufrieden gewesen?

Peter Stöger: Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Vor allem, weil Rapid aus dem Spiel heraus, kaum zu Chancen gekommen ist. Die Grün-Weissen hatten zwar durch Standardsituationen die eine oder andere gute Möglichkeit, welche aber Jörg souverän entschärft hat. Wir haben aber nicht nur durch unsere Laufbereitschaft, Rapid das Leben schwer gemacht, sondern sind auch zu zwei, drei sehr guten Chancen gekommen, um vielleicht sogar den Siegtreffer zu erzielen. Alles in allem muss ich aber als Trainer von Wr. Neustadt mit einem Punkt gegen Rapid zufrieden sein.

Im Vorfeld dieses Spieles war die Bespielbarkeit des Platzes ein großes Thema. Nazif Ahmeti und Michael Neumann haben mit vollem Einsatz dafür gearbeitet, um das Spiel durchzubringen. Waren die Platzverhältnisse regulär?

Peter Stöger: Die Verhältnisse waren auf jeden Fall regulär. Es hat schon bei besseren Witterungsverhältnissen schlechtere Platzverhältnisse gegeben. Man muss hier wirklich noch einmal der kleinen Gruppe an Personen rund um Nazif zu dieser Leistung gratulieren, weil vor allem auch die Spiele in Innsbruck („trotz Rasenheizung“) und der Südstadt bereits drei Tage vorher abgesagt wurden. Auch von Seiten der TV Partner und vom SK Rapid Wien hat es nur lobende Worte für den Zustand des Platzes gegeben. Es war eine perfekte Arbeitsleistung die unser Stadionteam da vollbracht hat.

Neuzugang Christoph Saurer bestritt sein erstes Spiel für die Blau-Weissen gleich gegen seinen Stammverein. Hat er deine Erwartungen erfüllt?

Peter Stöger: Absolut. Ich war mit der Leistung von Christoph sehr zufrieden. Es ist nicht so einfach, wenn man nach langer Zeit ohne Meisterschaftsspiel, bei diesen Bedingungen und dann auch noch gegen den Rekordmeister Rapid wieder in der Startformation steht. Vor allem ist es für Christoph aufgrund der Vorgeschichte gegen Rapid sowieso eine ganz besondere Situation. Er hat vieles von dem was wir uns erwartet haben erfüllt, aber er hat sicherlich noch Potential nach oben.

Jörg Siebenhandl war mit der einen oder anderen Glanzparade maßgeblich am Punktegewinn des SC beteiligt und konnte nahtlos an seine Leistungen aus dem Herbst anschließen. Woher nimmt er diese Souveränität?

Peter Stöger: Die Basis dafür ist sicherlich seine Qualität, die er ohne Zweifel mitbringt. Ein wesentlicher Aspekt ist aber aus meiner Sicht die tägliche Arbeit mit seinem Tormanntrainer Günter Kreissl und seinen Tormannkollegen Ihsan Poyraz und Manfred Razenböck. Jörg weiß ganz genau, dass er täglich an sich arbeiten muss, um seine Position als Nr. 1 halten zu können, denn mit Ihsan und Razi hat er zwei Kollegen hinter sich, die absolut das Potential haben Bundesliga zu spielen. Er hat im Moment die Möglichkeit, die Früchte dieser tollen Teamarbeit rund um Günter Kreissl zu ernten.

Die Blau-Weissen arbeiteten nicht nur in der Defensive sehr konsequent, sondern erarbeiteten sich auch zwei, drei hochkarätige Chancen. Daniel Wolf gelang sogar der vermeintliche Führungstreffer, welcher jedoch wegen Abseits nicht anerkannt wurde. Wie hast du diese Entscheidung gesehen?

Peter Stöger: Es ist zwar so, dass in dieser Situation Willi Evseev in Abseitsposition gestanden ist, aber aus meiner Sicht den Torhüter von Rapid nicht irritiert hat. Somit ist es für mich ein reguläres Tor gewesen. Wir hatten aber auch noch durch Mario Pollhammer eine sehr gute Möglichkeit. In diesem Bereich müssen wir aber einfach kaltschnäuziger mit unseren Chancen umgehen, denn du bekommst gegen Rapid nicht acht bis neun gute Möglichkeiten. Alles in allem bin ich aber mit dem Punkt sehr zufrieden.

Am kommenden Wochenende geht es in die Obersteiermark zum KSV 1919. Was erwartest du dir von diesem Spiel?

Peter Stöger: Das Spiel am Samstag in Kapfenberg wird eine sehr schwierige Aufgabe. Wir treffen auf eine neu formierte Mannschaft mit vielen neuen Gesichtern. Mit einem Sieg könnten wir uns weiter von den Abstiegsplätzen distanzieren und somit die Ausgangslage für den Klassenerhalt weiter verbessern. Die Kapfenberger haben aber mit Sicherheit an Qualität dazugewonnen und ich erwarte mir ein hart umkämpftes Spiel. Wir haben jedoch bereits ein Spiel in den Beinen und können mit einem Erfolgserlebnis im Gepäck zuversichtlich in die Steiermark reisen.

Vielen Dank für das Gespräch!