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Dienstag, 13. September 2011

Analyse zum Spiel „SCWN – FAK“

k.A.

Am vergangenen Sonntag spielte der SC Wr. Neustadt gegen die Wiener Austria. Dem Team von Peter Stöger erkämpfte sich bei hochsommerlichen Temperaturen einen Punkt und erzielte erstmals in der heurigen Saison ein Tor im eigenen Stadion. Der Sportchef der Blau-Weissen zieht zwei Tage nach dem Spiel Bilanz über die erbrachte Leistung seiner Mannschaft.

Im ORF Live Spiel der 7. Runde der tipp3 Bundesliga powered by T-mobile trennten sich die beiden Mannschaften nach 90 Minuten mit 1:1. Wie warst du mit der Leistung deiner Mannschaft am Sonntagnachmittag zufrieden?

Peter Stöger: Sehr zufrieden! Es ist schön, dass uns am Sonntag ein Punkt gelungen ist. Was uns alle aber ganz besonders freut, ist, dass wir das Gefühl hatten, dass sich die ganze Mannschaft voll und ganz aufgeopfert hat, um diesen Punkt mitzunehmen. Aus meiner Sicht haben wir über 90 Minuten eine taktische Meisterleistung abgeliefert. Es ist uns sehr gut gelungen Barazite und Junuzovic aus dem Spiel zu nehmen. Vor allem aber auch die Reaktion nach dem 0:1 lässt mich sehr positiv in die Zukunft blicken, da wir wieder mit der ersten Chance für unseren Gegner einen Treffer kassiert haben.

Die Austria war zwar über weite Strecken des Spieles ballbesitztechnisch überlegen, schaffte es aber schlussendlich nicht, diese Überlegenheit in zwingende Chancen umzuwandeln. Woran lag dies aus deiner Sicht?

Peter Stöger: Wir haben im Grunde unsere Taktik so ausgelegt. Es war uns klar, dass wir gegen die Austria kompakt stehen müssen. Der Plan war, ihnen Ballbesitz in gewissen Bereich zu gewähren. In der eigenen Spielhälfte beziehungsweise bis 35 Meter vor unser Tor ließen wir sie ihr Spiel aufbauen. Dann versuchten wir ihnen den Ball im Zentrum, wo wir sehr kompakt gestanden sind, abzunehmen oder sie zum Flanken zu zwingen. Das ist uns sehr gut gelungen und so konnte die Austria ihre Gefährlichkeit nicht ausspielen. In der zweiten Hälfte hätten wir etwas weiter vorne attackieren können, aber an sich bin ich mit dem taktischen Verhalten meiner Mannschaft sehr zufrieden.

Der Ausgleich erfolgte durch eine Standardsituation von Michael Madl. Auffällig ist, dass die Blau-Weissen bei den ruhenden Bällen immer wieder für Gefahr sorgen, jedoch mit dem Abschluss klappt es nicht so richtig. Wie kann man diese Qualität auch in Tore ummünzen?

Peter Stöger: Es ist vordergründig eine Trainingssache um hier gefährlicher zu werden. Du musst Sicherheit bei den Standardsituationen erlagen um daraus Tore zu erzielen. Wir wissen, dass wir bei den ruhenden Bällen eine gewisse Qualität haben, beziehungsweise am Sonntag gegenüber der Austria einen leichten Vorteil hatten. Leider hat uns in der einen oder anderen Situation die letzte Konsequenz gefehlt um das Tor auch tatsächlich zu machen, aber wir werden weiter daran arbeiten.

Der SC Wr. Neustadt hatte erstmals 18 Österreicher im Kader für das Schlagerspiel gegen die Wiener Austria. Wie bist du mit dieser Entwicklung zufrieden?

Peter Stöger: Ich sehe eine wöchentliche Weiterentwicklung jedes einzelnen Spielers und somit natürlich auch der gesamten Mannschaft. Im Vergleich zum Saisonauftakt in Mattersburg haben uns am Sonntag mit Friesenbichler, Linder, Ramsebner und Simkovic vier bundesligaerfahrene Spieler in der Startformation gefehlt. Trotz dieser Ausfälle ist es uns gelungen gegen die Wiener Austria mit all unseren Mitteln einen Punkt zu erkämpfen. Das spricht absolut für die Entwicklung der Mannschaft und zeigt, dass hier etwas in Bewegung ist.

Am kommenden Sonntag wartet der nächste Euroleague Teilnehmer in Salzburg auf den SC Wr. Neustadt. Wie schätzt du die Chancen ein, auch gegen den FC Red Bull Salzburg zu punkten?


Peter Stöger: Ich habe schon vor der Länderspielpause gesagt, dass mit Austria und Red Bull nun sehr schwere, aber ähnliche Gegner auf uns warten. Es war von Start weg klar, dass wir taktisch uns gut präsentieren müssen um gegen die Großen zu punkten. Das ist uns am Sonntag gegen die Austria gelungen. In Salzburg wird es sicherlich nicht leichter werden Punkte mitzunehmen, aber möglich ist es auf jeden Fall. Wir müssen versuchen die kreativen Spieler von Salzburg zu neutralisieren und ihnen damit ihre Stärke nehmen. Dies erfordert wieder volle Konzentration und 100% Einsatz jedes Einzelnen.

Vielen Dank für das Gespräch!