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Montag, 17. Oktober 2011

Analyse zum Spiel „ SCR-SCWN“

k.A.

Am Samstag erkämpften sich die Blau-Weissen einen Punkt in Hütteldorf. Vor diesem Spiel hat wohl kaum jemand dieses Ergebnis für möglich gehalten. Welche Erwartungen hattest du vor dem Spiel gegen den SK Rapid Wien?

Peter Stöger: Wir haben gehofft punkten zu können, wenn alles passt. Meine Mannschaft hat im Spiel gegen Ried und in der zweiten Halbzeit gegen den SV Mattersburg gezeigt, dass sie Torchancen herausspielen kann. Ich habe gehofft, dass es ihnen auch gegen Rapid gelingt. Schlussendlich hat meine Mannschaft alles dafür gegeben, um einen Punkt im Hanappi-Stadion zu erkämpfen. Dass es uns tatsächlich auch gelungen ist, macht uns natürlich alle sehr glücklich.

Das Spiel begann seitens der Wr. Neustädter wieder sehr zaghaft und Rapid erzielte in Minute 10 das 1:0 durch Christopher Drazan. Woran liegt es, dass dein Team sich sehr schwer tut ins Spiel zu finden?

Peter Stöger: Aus meiner Sicht liegt es daran, dass wir wieder mit der ersten einigermaßen gefährlichen Aktion unseres Gegners in Rückstand geraten sind. Bei dieser Aktion hatten wir Abstimmungsschwierigkeiten in der Defensive und diese wurden wieder einmal eiskalt bestraft. Dass es dann sehr schwer ist vor 15.000 Leuten im Hanappi-Stadion wieder in das Spiel zu finden, ist klar. Diesbezüglich fehlt uns einfach auch die nötige Routine.

In der zweiten Halbzeit steigerte sich der SC dann wie schon in den Spielen gegen Ried und Mattersburg. In der 67. Spielminute dann der vermeintliche Ausgleich durch Edin Salkic, welcher aber aufgrund von Abseits aberkannt wurde. Wie hast du diese Situation gesehen?

Peter Stöger: Für mich war klar, dass es kein Abseits gewesen ist. Dies hat sich auch nach dem Spiel bestätigt und somit war dies eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Ich habe unmittelbar nach dem Spiel noch einmal Schiedsrichter Ouschan auf diese Situation angesprochen und nachgefragt, aus welchem Grund er dieses Tor nicht gegeben hat. Er hat es mit der angeblichen Abseitsposition begründet! In den Fernsehbildern hat man zwar gesehen, dass sich Edin von Pichler etwas unsanft befreit hat, aber Abseitsposition war keine zu finden. Ich möchte aber zur Schiedsrichterleistung keinen Kommentar abgeben.

Thomas Helly kam an Stelle des verletzten Fernando Troyansky ins Spiel und erzielte per Elfmeter den so wertvollen Ausgleich. Wie bist du mit seiner Leistung zufrieden?

Peter Stöger: Er hat den Elfmeter herausgeholt und auch verwandelt, das spricht natürlich für ihn. Grundsätzlich war es aber eine tolle kämpferische Leistung der gesamten Mannschaft, die sich zu zehnt aufgeopfert hat, diesen Punkt mitzunehmen. In der doch sehr langen Nachspielzeit hatte Rapid bis auf zwei Distanzschüsse keine zwingende Torchance. Das ist schon sehr beeindruckend!

Nachdem auch der KSV 1919 und Mattersburg einen Punkt am Wochenende erkämpft haben, ändert sich an der Tabellensituation nichts. Wie groß ist der Druck vor dem Spiel am Samstag gegen Kapfenberg?

Peter Stöger: Der Druck ist so groß wie er fast jede Woche ist. Es ist für beide Mannschaften ein sehr wichtiges Spiel. Klar spielen wir zu Hause und haben dadurch vielleicht einen kleinen Vorteil, aber es ist uns bis dato noch nicht gelungen in Wr. Neustadt drei Punkte zu machen. Das möchten wir am Samstag natürlich ändern. Trotzdem würde ich die Chancen auf 50:50 einschätzen. Es erwartet uns mit Sicherheit ein Spiel auf Augenhöhe. Positiv für uns ist, dass die Langzeitverletzten wieder mit der Mannschaft trainieren und der eine oder andere am Samstag wieder im Kader dabei sein kann. Ich erwarte mir ein sehr intensives Spiel, bei dem wir alles daran setzen werden, drei Punkte einzufahren.

Vielen Dank für das Gespräch!