Samstag, 11. April 2009
Yes! 3:1-Sieg am Tivoli!
Karsamstag in Innsbruck. 7.500 begeisterte Fans am Tivoli Neu. Sonnenschein. Temperaturen wie im Sommer. Alles war angerichtet im heiligen Land für ein tolles Fußballfest. Und das wurde es auch, allerdings nicht für die Hausherrn. Doch alles der Reihe nach.
Das Spiel begann mit einer riesigen Chance für die Innsbrucker. Mehic war es, der einen Hauser-Fehler nutzte und den Ball aus vollen Lauf volley an die Latte knallte. Da waren gerade mal 4 Minuten gespielt. Auch in der Folge kam es immer wieder zu brenzligen Situationen vor dem Tor von Saso Fornezzi. Der SC kam erstmals in der 10. Minute gefährlich vor das Wacker-Gehäuse. Mensur Kurtisi scheiterte mit einer Doppelchance an Grünwald und an der Torstange. Doch dann schlug Wacker zurück. Toller Konter über Perstaller und dessen Hereingabe übernahm Petr Johana direkt. Eigentor! Fornezzi hatte keine Chance. Wiener Neustadt zeigte sofort Moral und fightete zurück. In Minute 23 wurde ein Aigner-Tor wegen angeblichem Foulspiel aberkannt, in Minute 32 war es ebenfalls der Ex-Tiroler, der knapp scheiterte. Mit 1:0 für die Hausherrn ging es auch in die Kabinen.
Und was hat Helmut Kraft wohl mit den Seinen in der Pause gemacht? Wie verwandelt kamen die „Blau-Weissen“ nach dem Seitenwechsel aufs Spielfeld. Druckvoll. Aktiv. Mit Tempo. Die logische Folge: Torchance um Torchance wurde herausgearbeitet. 47. Minute: Kolousek-Solo – ins Außennetz. 48. Minute: Aigner-Kopfball – drüber. 52. Minute: Burgstaller-Schuss – Grünwald hält. 55. Minute: Kurtisi-Heber – über die Latte. Chancen Innsbruck? Fehlanzeige. Und dann kam der große Auftritt von Petr Johana. Nach Kolousek-Freistoß verwertete er mit dem Kopf zum 1:1. Wieder ein Standard, wie so oft in dieser Saison. Und auch das 2:1 fiel nach einem Kolousek-Freistoß. Dieses Mal war es der Kapitain himself. Hannes Aigner nickte, ohne - als Ex-Innsbrucker hochanständig - danach zu jubeln, nach 62 Minuten mit dem Kopf ein. In der Folge kontrollierte der Tabellenführer ganz klar die Partie und kam weiter zu Groß-Chancen. So vergab Hauser 4 Minuten vor dem Ende allein vor Grünwald. Aber zwei Minuten später war es dann soweit: Wieder war es Hannes Aigner, der nach überlegtem Kuljic-Zuspiel den Endstand herstellte. Damit liegt Wiener Neustadt 8 Runden vor Schluss mit 6 Punkten vor der Admira.
Der verletzte Mirnel Sadovic wurde übrigens mit einer Gehirnerschütterung zur Untersuchung ins LKH Innsbruck gebracht. Dank gebührt der U14 des SC, die am Tivoli ihren Vorbildern live die Daumen drückte. Alles in allem eine tolle Runde für den SC mit einer einzigen Ausnahme: In der Nacht zum Spieltag wurde der Mannschaftsbus von Vandalen verunstaltet. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr.
Wiener Neustadt spielte mit: Fornezzi; Dunst, Johana, Margreitter, Hauser; Wolf, Reiter (46. Martinez), Kolousek; Aigner, Kurtisi (74. Sadovic/76. Kuljic)
Gelbe Karten: Johana (16. Foul), Reiter (23. Foul), Dunst (58. Foul), Aigner (63. Foul)
Tore: Johana (55.), Aigner (61., 88)






















































